Was wir brauchen

Ich liebe Harald Martensteins wöchentliche Kolumnen in der ZEIT. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, schreibt dabei aber nicht arrogant, sondern freundlich. Sein Stil ist humorvoll und selbstironisch und trotzdem tiefgründig. Meist lese ich seine Zeilen lächelnd und nickend – ich sehe manches ähnlich. Vor einiger Zeit zum Beispiel schloss er mit den Worten: „Die Menschen, die vor uns gelebt haben, waren wie wir, die irrten sich ständig und dachten dabei, sie seien die Klügsten. Was man aus der Geschichte lernen kann, ist nicht die Arroganz, sondern eher der Zweifel an dem, was fast alle für die Wahrheit halten.“ Während die meisten Menschen zur Zeit vehement streiten und immer weitere Argumente suchen, bringt er auf den Punkt, woran es uns wirklich mangelt – an Demut.

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