Vom Schritt zum Weg zum Ziel

Ein paar Aufgaben erledige ich weniger gern als andere – Bügeln zum Beispiel oder Putzen: Der hergestellte Zustand hat für meinen Geschmack eine zu kurze Halbwertzeit.

Andere Tätigkeiten fallen extra an und müssen einmalig erledigt werden. Mehr Spaß machen sie deshalb nicht: Wer Lego verkaufen will, muss Lego-Modelle auseinander bauen und Teile zählen – bisweilen mühselig.

Aber Pflichten sind nicht per se unangenehm. Wenn ich einmal angefangen habe, liegt auch im Müssen etwas Schönes: Gerade bei den praktischen Aufgaben ermutigt mich der Vorher-Nachher-Effekt; das Tun selbst macht mir dann mehr Spaß, als ich vorher dachte. Jeder Berg ist aus der Distanz am größten – und schrumpft, wenn man einfach anfängt, ihn zu besteigen. „Der erste Schritt ist der halbe Weg“, nennt mein Mann das. Manchmal wird der Weg selbst dann zum Ziel.

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