Demütig lernen und lehren

„Persönlich bin ich immer bereit zu lernen, obwohl ich nicht immer belehrt werden möchte.“
Winston Churchill

Wie recht er hat, der Churchill. Wenn ich von mir aus erkenne, dass ich etwas nicht weiß oder kann, bitte ich gern um Rat oder Hilfe. Dagegen lasse ich mir nicht gern helfen, wenn mir jemand schulmeisterlich begegnet. Ich möchte meine Hilfsbedürftigkeit gern selbst erkennen – und nicht von außen darauf aufmerksam gemacht werden, dass ich allein nicht weiterkomme.

Es sei denn, es kommt Demut ins Spiel: Dann gelänge es mir als Lernender wohl, selbst dem belehrendsten Gespräch das Gute zu entnehmen, und mich zu freuen über denjenigen, der mehr weiß oder kann als ich. Andersherum tritt ein schlauer und dabei demütiger Mensch eben nicht überheblich belehrend auf, sondern hilft freundlich, ohne den anderen klein zu machen. Wie aber werden wir beide demütig? Beste Möglichkeit: Gott verändert uns dahingehend. (Möglichst mehrmals) zu merken, dass wir allein nicht weiterkommen, zerstört ebenfalls sehr nachhaltig den eigenen Größenwahn.

Dann klappt es: Wer (demütig ist und) lernen will, streckt sich empfänglich und neugierig nach Wissen und Hilfe aus; wer (demütig ist und) lehren kann, bietet respektvoll und behutsam sein Wissen an. Und schwups – sind die beiden eine gute Kombination!

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