Was geht – und was nicht

„Mama! Gut, dass ich das Mikro ausgeschaltet hatte. Du kannst doch hier nicht einfach reinkommen und so etwas sagen!“ Mein Sohn sieht mich halb entrüstet an – und kann sich sein Lächeln doch nicht ganz verkneifen. Ich komme mir vor wie nach einer Woche Klassenfahrt am Parkplatz. Vorher wurde ich als Mutter genau instruiert, was beim Abholen geht und was nicht: Eine herzliche Umarmung war ebenso ein No-Go wie „mein Süßer“ oder ähnliche verbale Ausrutscher.

Umarmen in der Öffentlichkeit geht schon längst wieder – mein Sohn ist 19. Aber ein zärtliches „na, mein lieber Erstgeborener“ vor den Ohren der digitalen Community – das geht noch immer nicht.

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