Morgens piept es irgendwo im Haus. Bis ich weiß, dass es sich um einen Rauchmelder handelt, dessen Batterie sich verabschiedet, dauert es eine Weile. Schnell ausmachen, denke ich dann, da schlafen noch Kinder. Das Piepen erklingt nur in großen Abständen; die Ortung fällt mir schwer: Irgendwann bin ich mir über das Stockwerk sicher – oben. Es klingt, als käme es aus einem Zimmer, in dem ein Kind schläft, aber das kann ich mir nicht vorstellen. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, warte ich erst eine Weile im Flur und öffne dann die Tür zum Sohn – der scheinbar im Koma liegt. Der Rauchmelder fiept in schöner Regelmäßigkeit, laut, durchdringend und klar. Es brennt nicht, nur die Batterie ist leer. Als ich ihn abschraube, regt sich das Kind und schaut: zu faul zum Aufstehen.