Zur Entspannung

Mein Sohn sitzt mit Tablet und Laptop auf dem Bett. Er und sein Freund spielen gemeinsam ein Spiel, gleichzeitig „facetimen“ sie. Der Rest ihrer Aufmerksamkeit reicht für ein flüchtiges „Hallo“ in meine Richtung. Ich wundere mich: Muss er nicht für eine Prüfung lernen? Das hätten sie bis eben gemacht, sagt mein Sohn: „Jetzt zocken wir – zur Entspannung.“ Ich schlage vor, dass man eher entspannen kann, indem man spazieren geht, möglichst ganz allein. Das sei langweilig, findet der Freund. „Deshalb ist es ja so entspannend!“, sage ich, ernte aber keine Reaktion mehr. Die Gehirne der beiden sind zu beschäftigt und angespannt, um empfänglich zu sein.