Die „geerbten“ Bettlaken aus dem Schrank meiner verstorbenen Eltern duften: nach einem anderen Waschmittel und doch irgendwie vertraut. Ich denke jeden Abend beim Ins-Bett-Gehen an meine Mutter.
Anderthalb Wochen später bin ich unerwartet betrübt: Mich beschäftigen all die Gespräche, die wir aus verschiedenen Gründen nie hatten und nun nie mehr haben werden. Ich gehe ins Schlafzimmer und merke, dass der Geruch verflogen ist – leider. Die Erinnerungen an meine Eltern werden mit der Zeit ebenso verblassen. Zwar ist die Endgültigkeit des Todes rational klar, emotional bleibt sie gewöhnungsbedürftig. Heute gewöhne ich mich schwerer daran.

