Nicht vorbereitet

Seit langem weiß ich, dass mein ältester Sohn im Herbst auszieht. Wir haben immer wieder darüber gesprochen und alles mögliche dafür organisiert. Jetzt ist er weg und ich bin traurig: Die Seele lässt sich auf einen Abschied nicht gut vorbereiten.

Gut vorbereitet

Mein Sohn fährt zu seiner mündlichen Abitur-Prüfung. Er ist gut vorbereitet auf die unterschiedlichsten Themen, die drankommen können – und natürlich nervös. Wir beten für ihn, dann schicken wir ihn los. Während er unterwegs ist, bin ich aufgeregt; irgendwann warte ich auf eine Nachricht. Auch ich bereite mich gut vor auf die unterschiedlichsten Ergebnisse, die rauskommen können: Sollte es gut gelaufen sein, werde ich mich mit ihm freuen. Sollte es nicht gut gelaufen sein, werde ich ihn trösten und ermutigen.

Später ruft er kurz an, um zu sagen, dass es super gelaufen ist. Für den Rest des Tages ist er mit einem Freund unterwegs. Ich freue mich – zunächst allein: Mit ihm kann ich das erst später tun. Darauf war ich nicht so gut vorbereitet, aber ich bin flexibel…