Auf den Inhalt kommt es an? Nicht nur!

Ich `kenne´ eine britische Künstlerin, die sehr gut – und mit humorvollem Blick – zeichnen kann. Sie bemalt alles mögliche: Postkarten, Geschirr-Handtücher, Trinkbecher, Leinwände. Ich mag die meisten ihrer Motive und besitze ein paar Tassen von ihr; diese haben auch eine gute Haptik: schmaler Rand. Wenn ich eine von ihnen benutze, freue ich mich – das Auge isst (oder trinkt) halt mit. Egal ob Tee, Kaffee oder Wasser: Aus diesen Tassen schmeckt alles besser. Malen müsste man können!

Auf den Inhalt kommt es an?

Kürzlich besuchte ich eine mehrtägige Veranstaltung mit viel Musik. Kein Open Air Konzert, nein. Die Texte der Lieder waren interessant, inspirierend und abwechslungsreich, die Musik zum Teil sehr schön. Natürlich hat mir nicht ALLES super gefallen, den Anspruch hatte ich nicht. Ich weiß, dass Geschmack sehr subjektiv ist.

Allerdings: Völlig unabhängig von der Güte des Inhalts kippte ab einem gewissen Punkt meine Meinung von „gefällt mir“ zu „gefällt mir nicht“. Und das lag – an der Verpackung, in dem Fall an der Lautstärke. Und ich fragte mich: Gibt es ein objektives „zu laut“? Oder ist das Lautstärke-Empfinden rein subjektiv? Für mich gibt es offenbar ein „zu laut“. Ich kann mich davon nicht frei machen, mein Gehirn kann den Rest dann nicht mehr genießen – meine Ohren ohnehin nicht. Da ist es dann schade um den Inhalt, auf den es doch eigentlich ankommt.