Neujahr. Alle sind müde und den ganzen Tag über sehr bequem. Am frühen Abend raffe ich mich auf und beginne mit dem Abendbrot. Kaum klappere ich mit Töpfen und Pfannen und es beginnt zu riechen, kommen Mann und Söhne aus ihren Löchern: „Oh, du bist fleißig und machst was zu essen“, sagt der eine. Der andere rührt in den Bratkartoffeln herum, und der dritte beäugt interessiert, was ich mit den Nudeln vom Vortag mache.
Dann ziehen sie nacheinander wieder ab – und kommen erst wieder, als der Tisch schon gedeckt und das Essen fertig ist. Das Tischgebet ist kurz und schuld-bewusst ironisch: „Vater, danke für das Essen und für die fleißigen Hände, die es zubereitet haben.“ Immerhin.

