Unser jüngster Sohn packt für eine Jugendfreizeit. Am Ende stehen da Koffer, Tasche, Rucksack und dazu noch Schlafsack und Iso-Matte. Ich bin skeptisch, ob diese Fülle so eine gute Idee ist: Er fährt Zug; wir sind beide ein bisschen aufgeregt. Mein Mann ist die Ruhe selbst: „Er wird seine Erfahrungen machen“, sagt er, „und wenn die fünf Gepäckstücke zum Problem werden sollten, weiß er nächstes Mal, was er anders machen kann.“
Aus eigenen Fehlern und damit verbundenen negativen Erfahrungen lernen wir mehr, als wenn jemand anderes diese verhindert – mein Kopf weiß das. Mein Herz würde lieber helfen. Ich solle doch mal überlegen, welches Wort man aus den Buchstaben des Wortes FEHLER noch machen kann, rät mir mein Mann. Weil ich nicht darauf komme, hilft er mir: HELFER.
Ein Fehler ist als Helfer nachhaltiger als ein Fehler-Verhinderer. Wie toll ist das denn!

