Auge im Sturm

Manche Zeiten fühlen sich an wie ein wildes Durcheinander: Alltägliche Aufgaben sind sowieso da, einige extra Termine hübschen das Ganze auf (Sportverletzungen oder schräg liegenden Weisheitszähne treiben uns zum Arzt), Geburtstage – schon wieder? Wenn dann noch einer TRAURIG wird oder besondere Begleitung benötigt, verliere ich manchmal den Überblick – und weiß morgens nicht, womit ich anfangen soll. Irgendwie geht es dann doch immer weiter, `schaffe´ ich alles; ich weiß das schon. Aber die Ruhe geht flöten, ich fühle mich getrieben und würde am liebsten die Zeiten der Besinnung streichen. Was ließe sich nicht alles erledigen, anstatt eine Stunde mit Jesus spazieren zu gehen und zu beten?

Luther sagt dagegen: „Heute habe ich viel zu tun, deswegen muss ich viel beten.“ Er wusste, dass die Zeit mit Gott wie das `Auge im Sturm´ ist – da ist es ganz still. Da finde ich die innere Ruhe, von der aus ich anders an meine Aufgaben heran gehe – sortierter, gelassener und motivierter. Und dann, noch einmal Luther: „Bete so, als würde jedes Arbeiten nichts nutzen, und arbeite so, als würde jedes Gebet nichts nutzen.“ Ein gutes Lebensprinzip.

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